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STIMMEN
Joern (Rang 7) vom 09.01.08 um 09:01 Uhr
Die Meldung von heute muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Balda hat am 19.12. per Ad-hoc gemeldet, daß man das defizitäre Handygeschäft verkauft hat. Die heutige Meldung zeigt, daß der Verkauf noch nicht geclosed ist. Zusätzlich soll man noch 20 Mio. Mitgift zahlen. Trotz KE von 75 Mio. EUR im Dezember hat Balda eine Nettoverschudlung von 100 Mio. EUR und man muss/will in den nächsten 2 Jahren 60 Mio. EUR investieren.
Meldung von dpa:
Aurelius ist Käufer von Balda-Sparte - 'Geschäft noch nicht perfekt'
BAD OEYNHAUSEN (dpa-AFX) - Die Industrieholding Aurelius und ausländische Geldgeber sind die Käufer der europäischen Handyschalen-Produktion von Balda . Allerdings sieht Aurelius die Übernahme im Gegensatz zu Balda nach Angaben des Betriebsrates noch nicht als perfekt an. Dies sei bei einer Belegschaftsversammlung am Dienstag klar geworden, bei der sich die Beteiligungsgesellschaft den Balda-Mitarbeitern in Bad Oeynhausen vorgestellt habe, sagte der dortige Betriebsratschef Helmut Kunz der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Am Montag hatte dpa-AFX aus käufernahen Kreisen erfahren, dass Aurelius gemeinsam mit angelsächsischen Geldgebern und Investoren aus den Golfstaaten hinter der Übernahme von den drei betroffenen Balda-Töchtern steht.
Offiziell
war die unbekannte KS Plastic Solutions GmbH als Käufer aufgetreten, ein Übernahmevehikel, wie sich nun herausstellte.
KREISE: 'ÜBERNAHME KANN NOCH SCHEITERN'
Ein Aurelius-Vorstand habe beim Vorort-Termin gesagt, die Übernahme sei erst zu "80 bis 90 Prozent perfekt", sagte Kunz. Er ist Betriebsratschef der Balda Solutions Deutschland GmbH, die gemeinsam mit der Balda Werkzeugbau GmbH sowie der Balda Solutions Hungaria Kft die europäische Handyschalen-Fertigung des Konzerns bildet. Gegenüber dpa-AFX hatte ein Balda-Sprecher am Montag dagegen betont, der Verkauf sei abgeschlossen. Die Trennung sei wie angekündigt zum 31.
Dezember 2007 erfolgt. "Es gibt keine offenen Punkte", hatte er ergänzt. Am Dienstag war bei Balda niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Aurelius verlange von Balda eine gute Ausstattung der drei Tochtergesellschaften, berichtete Kunz aus der Betriebsversammlung. Laut käufernahen Kreisen geht es Aurelius und seinen Partnern um eine Mitgift im 20-Millionen-Euro-Bereich. "Das Geschäft könnte noch scheitern", heißt es in den Kreisen. Unter anderem steht laut Betriebsrat die Einigung auf einen Sozialplan zum Abbau von bis zu 250 der 385 Mitarbeiter der Balda Solutions aus./das/sk